Bericht über das magnetlose Fahren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Timo 'TiEm' Knödler   
Freitag, 08. Januar 2010 um 00:46 Uhr

Bericht über das magnetlose Fahren

So, mittlerweile sind einige Wochen vergangen, in denen wir schon kräftig gefahren sind!

Nun denn, das Reglement stellt sich so dar:


Autos der LMP-Klasse - Audi R10 TDi, Peugeot 908 HDi & Porsche RS Spyder

gefahrene Spannung: 15,0 Volt

Geschwindigkeitsstufe: Maximum, also 10

Reifen: Ortmann auf Hinterachse - vorgeschrieben

Unterlagen und Magnete: aussschließlich vorne erlaubt; mit 2 Unterlagen / hinten VERBOTEN

Gewichtstrimmung: erlaubt

Sonstiges Tuning: erlaubt sind nur optische Maßnahmen, wobei das Gewicht um max. 5% des Serienzustandes unterschritten werden darf.

Nach den ersten, doch sehr rutschigen, Runden stellten wir unserer Zufriedenheit fest, dass das Fahren an sich zwar anspruchsvoller, aber auch in jedem Fall um ein Deutliches an Spass gewonnen hat. Drifts um die Kurven herum wurden sogar teilweise mit Beifall beklatscht.

Auf unserer Bahn lassen sich die Fahrzeuge dieser Fahrzeuggruppe, trotz der Spannung von 15V, sicher Runden durch den Kurs manövrieren. Es besteht zu keiner Zeit ein nicht kontrollierbares Abflugrisiko, was den Spass weiter nach oben treibt. Mittlerweile haben wir eine Meisterschaft erstellt und fahren dieses Reglement jeden Dienstagabend.


Autos der DTM und WTCC-Klasse - BMW 320si, Opel Vecta V8, Audi A4 DTM, Mercedes C-Klasse DTM

gefahrene Spannung: 14,0 Volt

Geschwindigkeitsstufe: Maximum, also 10 

Reifen: Ortmann auf Hinterachse erlaubt

Unterlagen und Magnete: aussschließlich vorne erlaubt; mit 2 Unterlagen / hinten VERBOTEN

Gewichtstrimmung: erlaubt

Sonstiges Tuning: erlaubt sind nur optische Maßnahmen, wobei das Gewicht um max. 5% des Serienzustandes unterschritten werden darf.

Nachdem ich gestern, 17.09.2009, nun auch unsere DTM`s ohne hintere Magnete ausgerüstet habe, ergab sich im ersten Moment eine Unfahrbarkeit, die seines Gleichen sucht. Also Reifen nochmal kurz angeschliffen und auf ein Neues. Wieder nichts - viel zu schnell! Also gut, Spannung runter... 12 Volt... zu langsam - aber gut kontrollierbar... hm... was nun?

Also noch ein paar Runden drehen... "zu langweilig"... also Spannung wieder hoch auf 13 Volt - "immernoch nicht das Wahre" also 13,8 Volt -

jetzt ist es genau richtig!!! Die Autos gehen richtig schön in den Drift, sind dabei aber noch sehr gut kontrollierbar! Deslotten? Nur wenn man es gnadenlos übertreibt. Das hat was... Die DTMs haben mich dann so gefesselt, dass ich mit allen Fahrenden gleich mal so ca. 100 - 150 Runden gedreht habe...Laughing

Zusatz:

Dann kamen die ersten Rennen zu viert und es stellte sich heraus, dass die Spannung doch noch einmal angepasst werden musste - so sind wir mittlerweile mit allen Autos, außer den Le Mans mit 14 Volt Bahnspannung und max. 5 A Dauerstrom / 7 A Kurzbelastung unterwegs.

07.01.2010


 

Als letzte große Gruppe standen heute, 21.09.2009, nun noch die GT3`s auf dem Plan:
Autos der GT3-Klasse - BMW Z4 M-Coupé & Porsche GT3 RSR

gefahrene Spannung: 14,0 Volt

Geschwindigkeitsstufe: Maximum, also 10 

Reifen: Ortmann auf Hinterachse vorgeschrieben

Unterlagen und Magnete: aussschließlich vorne erlaubt; mit 1 Unterlagen / hinten VERBOTEN

Gewichtstrimmung: erlaubt

Sonstiges Tuning: erlaubt sind nur optische Maßnahmen, wobei das Gewicht um max. 5% des Serienzustandes unterschritten werden darf.

Auch hier stand nun die Aufgabe im Raum, ein funktionierendes Reglement auf die Beine zu stellen. Nachdem wir schon ca. 4 Wochen Arbeit in den Z4 von Poppi gesteckt hatten, tat der Abschied vom hinteren Magneten doppelt weh, da jeder von uns glaubte, dass wieder eine Unmenge an Zeit in diesen fließen würde...

So habe ich mich heute, gestresst von der Schule, zum Abschalten auf den Dachboden verzogen und einfach mal drauf los probiert. Schnell war klar, dass es nicht genügend Unterlagen für unsere 4 GT3-ler gab... Was nun, sprach Zeus?

Gut, probieren wir es mit 14 Volt, wie die DTM`s, und einer Unterlage vorn.

Siehe da, einfach nur geil!

Reifen abgezogen und los gings... Mit los gings meine ich, Driftspass pur, aber auch schnelles Fahren war kein Problem...

So muss man bemerken, dass unsere beiden Porsche, fast auf Anhieb, innerhalb von 0,05 Sekunden liegen!!! Einzig unser Problemkind, der Z4, hinkt noch 0,2 Sekunden hinterher, was man aber mit neuen Reifen und ein wenig Einsatz wohl auch noch hinbekommen sollte!

 


 

 


 

Als Fazit kann man nur sagen, es hat sich mehr als gelohnt,
- ein Labornetzgerät mit 30 Volt / 5 Ampere, stufenlos regelbar zu kaufen 
- die Bahn ergrauen zu lassen
- auf teilmagnetloses Fahren umzusteigen
Wir können das nur empfehlen!!!

Beste Grüße von uns, dem Team-Slot, Timo

am 21.09.2009